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Lernen · Checkliste

Ist deine Krypto gut geschützt?

Eine Liste, die du selbst durchgehst. Hak ab, was du schon erledigt hast, dann siehst du sofort, was noch offen ist. Deine Häkchen bleiben in diesem Browser, wir sehen sie nicht.

Deine Konten

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Auf einer Plattform liegt deine Krypto hinter einem Login. Dieser Login ist also die Tür zu deinem Tresor.

  • Wird das Passwort einer Website geleakt, probieren Kriminelle es automatisch auf anderen Websites aus. Mit einem eigenen Passwort pro Konto bleibt der Schaden auf diese eine Website beschränkt.

    So gehst du vor

    Nutze einen Passwort-Manager, der für jedes Konto ein Passwort erzeugt und es sich merkt. Denkst du es dir selbst aus, nimm fünf Wörter, die nichts miteinander zu tun haben.

  • Wer in dein Postfach kommt, kann bei fast jedem Konto ein neues Passwort anfordern. Deine E-Mail ist also der Ersatzschlüssel zu all deinen Konten.

    So gehst du vor

    Gib deinem Postfach ein eigenes Passwort und aktiviere auch dort die Zwei-Faktor-Authentifizierung. Für deine Krypto-Konten kannst du zusätzlich eine eigene Adresse nutzen, die du sonst nirgends angibst.

  • Ein SMS-Code lässt sich abfangen, wenn jemand deine Nummer auf eine eigene SIM-Karte übertragen lässt (SIM-Swapping). Eine App oder ein Sicherheitsschlüssel ist an dein Gerät gebunden.

    So gehst du vor

    Wähle in den Sicherheitseinstellungen deiner Plattform eine Authenticator-App, einen Passkey oder einen physischen Sicherheitsschlüssel. Schalte SMS danach ab, wenn das geht, und bewahre die Wiederherstellungscodes auf Papier auf.

  • Kommt doch jemand in dein Konto, kann er deine Krypto nicht sofort an eine eigene Adresse schicken.

    So gehst du vor

    Such in den Einstellungen nach einer Adressliste (oft „Whitelist“ genannt) und einer Wartezeit für neue Adressen. Nicht jede Plattform hat diese Funktion; hat deine sie, dann schalte sie ein.

  • Eine MiCA-Zulassung bedeutet Aufsicht und Regeln für die Verwahrung von Kundengeldern. Sie ist keine Garantie, aber ein Mindeststandard.

    So gehst du vor

    Schlag den Namen deiner Plattform in unserer Übersicht des ESMA-Registers nach. Findest du ihn nicht, schau auch auf der Website der Aufsichtsbehörde in deinem Land: Eine Plattform kann unter dem Namen einer anderen Gesellschaft eingetragen sein.

Dein Handy und dein Computer

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Das Gerät, auf dem du dich einloggst oder bezahlst, zählt genauso viel wie dein Passwort.

  • Updates schließen Lücken, die schon bekannt sind. Ein Gerät, das monatelang nicht aktualisiert wurde, steht jedem offen, der diese Lücken kennt.

    So gehst du vor

    Schalte automatische Updates für dein Betriebssystem, deinen Browser und deine Krypto-Apps ein. Bekommt ein Gerät keine Updates mehr, nutze es nicht mehr für Krypto.

  • Ein Handy ohne Sperre gibt einem Dieb sofort Zugriff auf deine E-Mails, deine SMS und deine Krypto-Apps.

    So gehst du vor

    Nutze eine PIN mit mindestens sechs Ziffern oder Gesichts- bzw. Fingerabdruckerkennung. Sichere auch deine Krypto-Apps mit einer eigenen PIN, wenn sie das anbieten.

  • In App-Stores und Suchmaschinen tauchen gefälschte Apps mit demselben Namen und demselben Logo auf. Was du dort eingibst, landet direkt bei Betrügern.

    So gehst du vor

    Geh auf die Website der Plattform oder des Wallet-Herstellers und folge dort dem Link zum App-Store. Achte auf den Namen des Entwicklers.

Seed-Phrase und Schlüssel

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Mit einer eigenen Wallet bist du deine eigene Bank. Wer deine Seed-Phrase hat, hat deine Krypto.

  • Fotos, Notizen und E-Mails werden synchronisiert und können geleakt werden. Wer deine Seed-Phrase liest, kann deine Wallet von überall auf der Welt leerräumen.

    So gehst du vor

    Schreib die Wörter von Hand auf, in der richtigen Reihenfolge. Kein Foto, kein Screenshot, keine Notiz-App. Eine Metallplatte übersteht Feuer und Wasser. Mehr dazu in Seed-Phrase & Private Key: So schützt du deine Kryptos.

  • Bei Feuer, Wasserschaden oder einem Umzug kann deine einzige Kopie weg sein. Ohne Seed-Phrase bekommst du deine Wallet nicht zurück, wenn dein Gerät kaputtgeht.

    So gehst du vor

    Bewahre eine zweite Kopie an einem anderen Ort auf, den nur du oder jemand, dem du voll vertraust, öffnen kann. Nicht in derselben Schublade wie deine Hardware-Wallet.

  • Kein Support, keine Plattform, kein Wallet-Hersteller und keine „Prüfseite“ braucht deine Seed-Phrase. Wer danach fragt, will deine Krypto.

    So gehst du vor

    Gib deine Seed-Phrase nie auf einer Website, in einem Formular oder in einem Chat ein. Nur in deiner eigenen Wallet, und nur, wenn du selbst eine Wallet wiederherstellst.

  • Bei einer Hardware-Wallet kommen deine Schlüssel nie auf einen Computer mit Internet. Malware auf deinem PC kann dann nichts signieren, ohne dass du es auf dem Gerät bestätigst.

    So gehst du vor

    Kauf sie direkt beim Hersteller oder bei einem offiziellen Händler, nie gebraucht. Liegt schon eine Seed-Phrase in der Verpackung, benutze das Gerät nicht. Siehe Hardware Wallets 2026: der komplette Einsteigerleitfaden.

  • Einen Fehler in den aufgeschriebenen Wörtern bemerkst du erst, wenn du sie brauchst. Dann ist es zu spät.

    So gehst du vor

    Nutze die Prüffunktion deiner Wallet, oder stelle eine Wallet mit deiner Seed-Phrase wieder her, solange noch wenig darauf liegt.

Versenden

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Eine Transaktion auf der Blockchain lässt sich nicht rückgängig machen. Ein kurzer Check verhindert die teuersten Fehler.

  • Betrüger schicken kleine Beträge von Adressen, die deiner eigenen oder denen deiner Kontakte ähneln, damit sie in deinem Verlauf auftauchen. Kopierst du dort eine Adresse heraus, bezahlst du den Betrüger.

    So gehst du vor

    Kopiere eine Adresse immer von der Quelle, nicht aus deinem Transaktionsverlauf. Vergleiche sie danach Zeichen für Zeichen, bei einer Hardware-Wallet auf dem Display des Geräts selbst.

  • Eine Transaktion lässt sich nicht rückgängig machen. Ein Testbetrag kostet etwas mehr an Netzwerkgebühren, zeigt aber, dass alles stimmt, bevor der große Betrag rausgeht.

    So gehst du vor

    Schick einen kleinen Betrag, warte, bis er angekommen ist, und lass ihn dir vom Empfänger bestätigen. Erst dann schickst du den Rest.

  • Viele Coins gibt es auf mehreren Blockchains. Schickst du USDT über das eine Netzwerk an eine Adresse, die nur das andere kennt, ist das Geld oft verloren.

    So gehst du vor

    Schau beim Empfänger nach, welches Netzwerk angegeben ist, zum Beispiel Ethereum, Tron oder Solana, und wähle beim Senden genau dieses Netzwerk.

  • Mit einer Freigabe („approve“) erlaubst du einem Contract, deine Tokens zu bewegen, auch später noch. Eine Fake-Website oder ein gehackter Contract kann das ausnutzen.

    So gehst du vor

    Lies, was deine Wallet dich signieren lässt, und lehne ab, was du nicht verstehst. Widerrufe alte Freigaben in deiner Wallet oder über die Freigabeprüfung eines Blockchain-Explorers.

Betrug erkennen

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Die meiste Krypto geht nicht durch Hacker verloren, sondern weil jemand dazu überredet wird, selbst zu bezahlen.

  • Keine seriöse Plattform verspricht eine feste Rendite auf Krypto. „Garantiert 2 % pro Tag“ ist immer eine Masche, um an dein Geld zu kommen.

    So gehst du vor

    Je höher und sicherer das Versprechen, desto wahrscheinlicher steckt Betrug dahinter. Lies Krypto-Scam erkennen: Checkliste, Warnsignale und was zu tun ist.

  • Angebliche Mitarbeiter auf WhatsApp, Telegram oder X und „Recovery-Dienste“, die versprechen, deine verlorene Krypto zurückzuholen, sind gängige Maschen. Echter Support schreibt dich nicht von sich aus an.

    So gehst du vor

    Wende dich selbst über die App oder die Website deiner Plattform an den Support. Bekommst du von Unbekannten Nachrichten über Geldanlage oder Liebe, lies Pig-Butchering-Betrug: die WhatsApp-Masche rechtzeitig sehen.

  • Links in E-Mails, SMS und Suchanzeigen führen immer wieder auf nachgemachte Login-Seiten.

    So gehst du vor

    Speichere die Adresse deiner Plattform als Lesezeichen und nutze nur dieses oder die offizielle App. Klick nicht auf „Jetzt einloggen“-Links in Nachrichten, auch wenn sie echt aussehen.

  • Fake-Anzeigen mit Prominenten und Fake-Artikel über einen Roboter, der von selbst Gewinn macht, führen zu Callcentern, die es auf dein Geld abgesehen haben.

    So gehst du vor

    Such im Netz nach dem Namen des Roboters, zusammen mit dem Wort „Betrug“. Ein bekanntes Beispiel: Bitcoin Code ist nicht Cryptocode: So funktioniert der Trick mit dem Trading-Roboter.

Wenn etwas passiert

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Ein Plan für den Fall, dass doch etwas schiefgeht, oder dass du nicht mehr da bist.

  • Ohne Erklärung können Hinterbliebene Krypto oft nicht finden, geschweige denn darauf zugreifen.

    So gehst du vor

    Schreib auf, welche Plattformen und Wallets du nutzt und wo deine Seed-Phrase liegt. Bewahre diese Notiz getrennt von der Seed-Phrase selbst auf, und sag einer Person, der du vertraust, wo die Notiz liegt.

  • Je schneller du handelst, desto größer die Chance, dass eine Plattform eine Auszahlung noch stoppen kann.

    So gehst du vor

    Kontaktiere sofort deine Plattform über die offizielle App oder Website, ändere deine Passwörter von einem anderen Gerät aus und erstatte Anzeige bei der Polizei. Bezahle nie einen „Recovery-Dienst“, der verspricht, deine Krypto zurückzuholen.

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Häufige Fragen

Speichert ihr, was ich abhake?

Nein. Deine Häkchen sind nur in dem Browser gespeichert, in dem du sie setzt, im lokalen Speicher dieses Browsers. Wir bekommen sie nicht zu sehen. Löschst du deine Browserdaten, sind sie weg.

Bin ich sicher, wenn ich alles abgehakt habe?

Dann hast du die bekannten Lücken geschlossen, aber hundertprozentige Sicherheit gibt es nicht. Es kommen neue Maschen dazu, und deine eigene Situation ändert sich. Geh die Liste deshalb ab und zu noch einmal durch.

Warum reicht SMS für die Zwei-Faktor-Authentifizierung nicht aus?

SMS ist besser als nichts, aber ein SMS-Code lässt sich abfangen, wenn jemand deine Nummer auf eine eigene SIM-Karte übertragen lässt. Eine Authenticator-App, ein Passkey oder ein Sicherheitsschlüssel ist viel schwerer zu stehlen.

Brauche ich eine Hardware-Wallet?

Nicht unbedingt. Bewahrst du kleine Beträge auf einer Plattform mit MiCA-Zulassung und guter Zwei-Faktor-Authentifizierung auf, reicht das für viele Leute. Eine Hardware-Wallet wird interessant, wenn du größere Beträge selbst verwalten willst.

Quellen

Alle Quellen gelesen am 18. Oktober 2026.